Text und Bild stammen von Reporter24

BAYERN (03. Juli 2015). Auch wenn in der letzten Woche immer wieder Regenfälle zu verzeichnen waren, so sind die ausgetrockneten Wälder in diesem Frühjahr bislang nicht wirklich durchwässert worden. Teilweise erreichen wir bis zum Wochenende schon die Warnstufe 5. In den meisten Gebieten herrscht bereits jetzt Warnstufe 4. Die Regierung hat Aufklärungsflüge in Auftrag gegeben.

waldbrand_schild_feuerwehr

Eine Scherbe, eine weggeworfene Kippe – so vieles kann derzeit einen Waldbrand auslösen. Und bei aufgefachtem Wind kann das schnell in einem Inferno enden. Sonnenschein und kräftiger Wind haben die Waldbrandgefahr in Deutschland erhöht. Die Böden sind ausgetrocknet, in den Wäldern liegt trockenes Laub vom Herbst; genug saftig-frische Bodenvegetation ist noch nicht gewachsen. Trockenheit im Frühjahr ist nicht ungewöhnlich. Auch 2010 und im vergangenen Jahr war im April zu wenig Regen gefallen. Wenn im Boden genug Wasser vom Winter gespeichert ist, macht das den Pflanzen nichts aus.

Teilweise wurde jetzt bereits am Freitag auf Warnstufe 5 erhöht, die höchste Meldestufe bei Waldbrandgefahr. Ebrach, Kitzingen, Ostheim und Lohr in Unterfranken haben dieses Niveau bereits erklommen. Im übrigen Freistaat herrscht bislang zum Wochenende die Warnstufe 4.

ACHTUNG:

  •  Kein offenes Feuer im Wald und auf Wiesen (Lagerfeuer)
  •  Bitte nicht rauchen oder seien Sie vorsichtig bei dem Umgang mit Feuerzeugen, Streichhölzern und Tabakwaren
  •  Werfen Sie keine brennenden Gegenstände aus dem Fahrzeug
  •  Fragen Sie die zuständige Forstbehörde, z.B. nach öffentlichen Grill- und Feuerplätzen
  •  Parken Sie nur innerhalb gekennzeichneter Parkflächen und niemals in Wiesen und Feldern (der heiße Katalysator Ihres Wagens kann das trockene Gras schnell entzünden!)
  •  Im Wald bzw. in der Nähe des Waldes nicht grillen!
  •  Kein Glas oder Glasscherben im Wald liegen lassen, der Brennglaseffekt kann Brände verursachen!


Luftaufklärung in Oberfranken

Die Regierung von Oberfranken hat im Einvernehmen mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten für Oberfranken beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth für das kommende Wochenende die Waldbrandbefliegung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk angeordnet. Die vorbeugende Luftbeobachtung findet dabei in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Grund sind erwartete hohe Temperaturen und die zunehmenden Trockenheit, die am kommenden Wochenende in Oberfranken flächig zu hoher Waldbrandgefahr führen wird.



 

Dabei handelt es sich um die erste Befliegung in diesem Jahr. Oberfranken ist in  Ost und West aufgeteilt. Dort wird jeweils auf zuvor festgelegten Routen geflogen. Die Luftbeobachtungsstützpunkte befinden sich in Bayreuth (Ost) und Bamberg (West). Die Luftrettungsstaffel Bayern e.V. stellt die Einsatzflugzeuge und die Piloten zur Verfügung. An Bord der eingesetzten Flugzeuge befinden sich neben den Piloten ausgebildete Luftbeobachter, welche die relevanten Waldgebiete aus der Luft absuchen. Die Luftbeobachter sind speziell ausgebildet worden. Wird ein Brand festgestellt, so wird aus der Luft per Funk über die integrierte Leitstelle die Feuerwehr alarmiert und die Einsatzkräfte werden zur Brandstelle gelotst. Die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz trägt die Regierung von Oberfranken aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds.

© Copyright 2016. powered by ideenreich werbeagentur